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Liederlexikon

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You are here: Home Lieder Geh aus mein Herz und suche Freud Edition C: Bearbeitung der Aufklärung 1775
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C. Ihr Kinder Gottes, suchet Freud

(Bearbeitung der Aufklärung 1775)


Text: unbekannt, nach Paul Gerhardt
Musik: Johann Heinrich Rolle (1716–1785)





1. Ihr Kinder Gottes, suchet Freud
In dieser Pracht der Sommerszeit
An seinen reichen Gaben!
Schaut an der bunten Felder Zier;
Viel Speis und Freude werden wir
Von ihren Früchten haben.
 
2. Den man jüngst ganz erstorben sah,
Der Baum, voller Blüthen steht er da,
Uns künftig Frucht zu geben.
Wie hold geschmückt ist die Natur!
Der Mensch, das Vieh, der Wald, die Flur
Und alles fühlt sein Leben.
 
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
Das Täubchen fliegt aus seiner Kluft
In die beblümten Felder.
Der Nachtigallen Klagelied
Ertönt, so weit die Schöpfung blüht,
Durch Hügel, Thal und Wälder.
 
4. Die Glucke führt ihr Völkchen aus:
Die Schwalb im jüngst verlaßnen Haus
Wohnt und nährt ihre Jungen.
Vom Aufgang bis zum Niedergang
Wird dir, o Schöpfer, Ruhm und Dank
Von allem Volk gesungen.
 
5. Die Saat, wie wächst sie mit Gewalt!
Das frohe Landvolk, jung und alt,
Entzückt der nahe Segen.
Die Menschen pflanzten. Wer begoß?
Aus deiner Güte, Vater, floß
Uns Sonnenschein und Regen.
 
6. Der Sonn und Erde rege Kraft
Erzeugt der Trauben starken Saft
An einem schwachen Reise.
So nützt, mit Kraft von Gott beschenkt,
Oft der, den man verächtlich denkt,
Der Welt und Gott zum Preise.
 
7. Allmächtiger und Weisester,
Wie gütig zeigest du dich, Herr,
Uns schon in diesem Leben!
Was wirst du einst für Seligkeit
Dem, der sich deiner Liebe freut,
In deinem Himmel geben!


Sechzig auserlesene Gesänge über die Werke Gottes in der Natur in Musik gesetzt von Johann Heinrich Rolle. Halle 1775, S. 57 (Nr. 46).
DVA: B 50179
last modified 08.07.2009 08:58
 

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