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Liederlexikon

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You are here: Home Lieder Gute Nacht, ihr harten Sinnen Edition D: Liederhandschrift Harz 1754
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D. Gude nacht ihr Harden. Sinnen

(Liederhandschrift Harz 1754)


Text: Heinrich Anshelm von Zigler und Kliphausen (1663–1697)

Scan der Editionsvorlage
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1. Gude nacht ihr Harden. Sinnen
Gude nach Du Felßen.Hertz.
sol. mein Hoffnungs.wachs. Zerrinnen
ist mein Lieben nur dein schertz
Ey so wil. ich dir Bey Zeitten
eine Gude nacht andeuten
 
2.Diamanten. Müßen Springen
wen Sie schlechtes. Bocks. Bludt, Kilt.
und ein Dieger. Läst sich Zwingen
daß Er mit den menschen Spilt.
Hie muß Diamant und Dieger
Dich Er Können alß Beßieger.
 
3. Stahl. muß weichen Golt muß Flißen
wen Es nur die Glut. Besith:
und Turch offteres. Beßingen
wirdt der Stein Leicht auß.gehölt.
aber. du wilst. dich Beweißen
mehr. Zu Seyn den Stahl. und Eyßen.
 
4. Du Ver.achtest. meine Tränen
Du Verachtest meine Trey
ich darff Fast. niemandt Erwehnen
wie mein Geist. Enzucket. sey
alßo Können selbst die Zeitten
nicht den Harden Stein Bestreiden.
 
5. Wieder daß. VerHänckniß. Leben
ist den menschen nicht Erlaubt.
Harde Eychen wieder streben
Biß der Blitz. die Härde raubt.
Drum so Hüde Tich du schöne
daß. die reue Tich nicht Kröne. |[fol. v.]
 
6. Zwahr. ich wil. Dir Gerne Gönnen
Den den Du Dir Zu Gedacht.
würscht du Tich VerBeßern Können
sag ich willig gude nacht
Drum so. will. ich dir Bey Zeitten
eine Gude. nacht an deuden.


Handschriftliches Liederbuch "Lieder Buch Vor die Stoll Berg Sänger Pande. Anno 1754"
DVA: A 209844


Editorische Anmerkung:
Das Vortragsbuch der "Bergsängerbande" aus Stolberg im Harz (Sachsen-Anhalt) befand sich 1971 – als es dem Deutschen Volksliedarchiv zur Abschrift überlassen wurde – im Besitz von Prof. Dr. Gerhard Heilfurth (Marburg/Lahn). Es wird auch erwähnt und kurz beschrieben in Gerhard Heilfurth: Das Bergmannslied. Wesen – Leben – Funktion. Kassel, Basel 1954, S. 57f.
Als Anfangston wird im Liederbuch für das Lied Nr. 23 "G" angegeben (vgl. Vorblatt zu DVA 209821–209916).

last modified 19.06.2012 12:17
 

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